Ob deutsche oder internationale Prominenz - fast jeder VIP hat auf Mallorca ein Anwesen. Wir nisteten uns vor kurzem in der Nähe von Hollywood-Star Michael Douglas im malerischen Deià ein. Wie uns Hotel und Umgebung gefiel? Das erfahrt Ihr hier...

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Kaffee gefällig? Von der Frühstücksterrasse aus lässt es sich träumen. (Credit: Fashion-Meets-Media.com)

Es ist nicht einfach, sich zu entscheiden, in welche Ecke Mallorcas es einen verschlagen soll: An den Strand, in die Ebenen, in die Berge, in die Stadt? Unter Menschen oder lieber ruhiger etwas abgelegen? Wir suchten einmal das etwas andere Mallorca und fanden es im Künstlerdorf Deià und dem dort gelegenen Hotel Es Moli.

Der Ort: Deià

Das malerische Dörfchen Deià befindet sich im Nordwesten Mallorcas, im Tramuntana Gebirge. Lange Zeit war das kleine Örtchen von Agrar- und Fischerwirtschaft geprägt. Dann kamen die Künstler und mit ihnen auch Vermögen. Den Trend begann der Schriftsteller Robert Graves, dessen Residenz hier noch als Museum zu besichtigen ist, ihm folgten weitere Schriftsteller, Maler, Schauspieler, Bildhauer, aber auch Wissenschaftler. So fanden sich hier auch der berühmte Maler Pablo Picasso oder der Wissenschaftler Steven Hawkins wieder. Das hatte Folgen für den kleinen Ort: er ist einfach idyllisch, einer Kulisse gleich. Das Dorf selbst hängt in einem malerischen Hang. Der Blick reicht bis hinunter ins Mittelmeer. Nur eine Straße durchquert Deià, sonst ist das Dorf per Fuß über etliche verwinkelte und teils steile Wege zu erforschen. Einige kleine, teils sehr teure Restaurants säumen die Straßen, bieten Tapas (Favorit: Las Palmeras) und Paella an, zwei Supermärkte sind zu finden und das Luxushotel La Residencia. Eine Nacht soll hier fast 800 Euro kosten. Obwohl das Dörfchen einiges zu bieten hat, ist es nicht überlaufen. Zwar kommen in der Mehrzahl Touristen zu Besuch, dennoch wirkt das Dörfchen immer noch sehr unberührt.

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Das Hotel: Es Moli

Wir entschieden uns hingegen für das Es Moli, ca. 10 Minuten zu Fuß vom Zentrum von Deià entfernt und über die Hauptstrasse zu erreichen. Das Hotel war ursprünglich ein Gutshaus und entsprang dem 17. Jahrhundert. Erst 1965 wurde es zu einem 4-Sterne-Hotel umgewandelt, was teilweise auch noch an dem doch etwas altbackenden Interior des Hotelzimmers zu erkennen ist. Von seiner Ausstattung lässt das Hotel keine Wünsche offen: 87 komplett ausgestattete Zimmer, temperierter Quellwasser-Pool, ein traumhafter großer Garten mit viel Liegefläche und einem Schachspiel, Fitness-Raum, Frühstücksterrassen mit einem unglaublichen Blick sowie einen kostenfreien Tennisplatz inklusive Ausrüstung.

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Der beheizte Pool des Hotels Es Moli (Credit: Fashion-Meets-Media.com)

Der Privatstrand: Muleta

Ein weiteres Highlight des Hotels: Der Privatstrand....oder besser die Privatküste. Denn in den Bergen von Mallorca sind Sandstrände natürlich eine Ausnahme. Daher ist diese Privatküste auch terrassenartig aufgebaut. Jede Terrasse bietet dabei Liegemöglichkeiten. Die letzte Plattform führt dann über eine Leiter ins Wasser. Die Küste ist ungefähr vier Kilometer vom Hotel entfernt. Allerdings geht mehrmals ein kostenfreier Shuttle vom Hotel zur Küste und Retour.

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Terrassenartig ist die Privatbadestelle des Hotels Es Moli aufgebaut (Credit: Fashion-Meets-Media.com)

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Der Blick auf die Terrassen der Privatbadestelle (Credit: Fashion-Meets-Media.com)

Das Zimmer: 526

Das Es Moli wirbt mit einer herrlichen Aussicht auf die Sierra de Tramuntana, das Tal und das azurblaue Mittelmeer. Tatsächlich hatten wir von der Frühstücksterrasse, dem Pool sowie dem Tennisplatz einen ganz hervorragenden Ausblick. Doch auch vom Hotelzimmer? Um ehrlich zu sein, ein tolles Hotelzimmer im Es Moli muss man sich schon etwas erarbeiten, erkaufen oder einfach nur Glück haben. Denn es gibt so einige Zimmer, die zwar nicht gerade preisgünstig, dafür aber nicht sonderlich attraktiv sind. So gibt es in der günstigsten Kategorie Zimmer, die nur über ein ziemlich kleines Fenster verfügen. Ziemlich klein bedeutet dabei, dass auch bei bestem Sonnenschein das Zimmer nicht hell wird, sondern elektrisches Licht nachhelfen muss. Auch unser erstes Zimmer verfügte über zwei, nebeneinander gelegene Fenster, die weder bodentief noch derart groß waren, dass sie genug Licht spenden. Balkon? Fehlanzeige. Darüber hinaus sind die Wände derart dünn, dass Gespräche im Nachbarzimmer problemlos zu hören sind,  geschweige denn Streitereien oder auch Kindergeschrei. In unserem Nachbarzimmer war zunächst eine Großfamilie mit sechs Kindern untergebracht, die auch weit nach 24 Uhr die Eltern (und uns) in Schach hielten. An Schlaf war kaum zu denken. Und so beschlossen wir nach der ersten Nacht umzuziehen. Dann aber mit Balkon. Zimmer 526 sollte es sein – ein paar Schritte vom Pool entfernt, mit einem herrlichen Ausblick auf das azurblaue Meer sowie den ruhigsten Nachbarn auf Erden. Zwar ist das Interior schon etwas aus der Zeit gefallen und wenn es regnete, stand der halbe Teppichboden rund um die Balkontür unter Wasser, dafür waren die Fenster groß, das Zimmer vergleichsweise hell und der Ausblick sowie die Ruhe einfach traumhaft.

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Auf dem Balkon des Zimmers 526 die Sonne genießen? Done. (Credit: Fashion-Meets-Media.com)

 

Die Umgebung: Sóller & Valldemossa

Wer sich nicht nur am Pool, dem malerischen Garten oder auf dem Tennisplatz aufhalten möchte, hat von Deià aus so einige Möglichkeiten für kleine Ausflüge. Möchtest Du näher ans Meer hält das Hotel einen Privatshuttle an die hoteleigene Badestelle bereit. Hier kann ganz nah am Wasser in Liegestühlen relaxt oder im Mittelmeer geschwommen werden. Auch ein kleines Restaurant ist am Privatstrand zu finden. Einziger Haken: Quallengefahr. Sonst gibt es auch in den jeweils 10km entfernten Dörfchen Valldemossa und Sóller einiges zu sehen. Insbesondere das malerische Valldemossa hat es uns angetan. Die kleine Stadt ist einfach zuckersüß und schon Komponist und Musiker Frédéric Chopin zog es hierhin – wenn auch nicht ganz freiwillig. Denn seine Lebensgefährtin und Schriftstellerin George Sand verbrachte einige Zeit in dem ehemaligen Kartäuserkloster in Valldemossa. Nachdem sich der Gesundheitszustand aber von Chopin verschlechterte, reisten beide wieder ab. Und auch der US-amerikanische Schauspieler Michael Douglas hat in Valldemossa seine Spuren hinterlassen. Das Kulturzentrum Costa Nord geht auf seine Initiative zurück.

Fazit: Nochmal

Wer sich für einen ruhigen, gepflegten Mallorca-Urlaub fernab von Ballermann & Co. entscheiden möchte, der ist im Nordwesten Mallorcas sehr gut aufgehoben. Hier gibt es viele Möglichkeiten, sich beim Wandern, Klettern, Cycling oder Schwimmen auszupowern oder einfach nur in der Sonne zu entspannen. Dazu kommt eine Prise Kultur in den kleinen Orten von Sóller bis Valldemossa. Auch das Hotel ist eine Reise wert und kann mit der ruhigen Lage, der Privatbadestelle, einem tollen Pool und Tennisplatz punkten. Auch der Ausblick von der Frühstücksterrasse ist einfach traumhaft. Punktabzüge gibt es jedoch für die doch etwas überholte Interior der Zimmer, die wirklich großen Unterschiede zwischen den einzelnen Zimmern sowie die dünnen Wände.

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About Nastasia

Nastasia ist bei "Fashion Meets Media" zuständig für die Rubriken "Fashion" und "Meets". Dafür ist sie auf Events sowie Fashion Shows unterwegs, macht Fotos und Interviews. Außerhalb von "Fashion Meets Media" schreibt Nastasia auch für diverse Online- und Printmedien.